Berufliche Fahrtkosten – Einsparpotentiale und Alternativen
Steigende Kraftstoffpreise belasten aktuell auch viele Berufspendler. Zwar wurde die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 gesenkt, doch ob und in welcher Höhe diese Entlastung vollständig bei den Verbrauchern ankommt, bleibt offen.
Einmal mehr ein Grund, grundsätzlich über steuerliche und finanzielle Entlastungen nachzudenken. Dazu einige (manchmal auch etwas unkonventionelle) Ideen.
Wer Kosten sparen möchte, kann Fahrgemeinschaften bilden, häufiger im Homeoffice arbeiten oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Besonders attraktiv ist das Deutschlandticket, dessen Kosten oft deutlich unter den steuerlich absetzbaren Pendlerpauschalen liegen.
Bei langen Arbeitswegen kann sich zudem eine Zweitwohnung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung rechnen. Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Einschränkungen sollten prüfen lassen, ob ein Grad der Behinderung anerkannt wird, da dadurch zusätzliche steuerliche Vorteile möglich sind.
Weitere Entlastungen bieten ein etwaiger Lohnsteuerfreibetrag, steuerfreie Arbeitgeberleistungen wie Tankgutscheine oder Zuschüsse zum Deutschlandticket. Wer ohnehin einen Fahrzeugwechsel plant, kann außerdem von staatlichen Förderungen für Elektrofahrzeuge profitieren.
Oder in selteneren Fällen: Steuerfreie Überlassung eines E-Bikes vom Arbeitgeber, Dienstwagen-Sharing, Sammelbeförderung…
Insgesamt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die steigenden Kosten für den Arbeitsweg finanziell abzufedern – durch Steuervergünstigungen,
Arbeitgeberleistungen oder eine Anpassung des eigenen Mobilitätsverhaltens.